Schönste Schriften 2019

Schönste Schriften gesucht? Hier kommen Fonts, die im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet sind. Außerdem: die Lieblingsschriften von Designern, echte Schriften-Klassiker, schöne kostenlose Schriften und mehr.

Schönste Schriften

Jeder empfindet Schriften anders oder entwickelt im Laufe der Zeit persönliche Vorlieben. Die einen setzen lieber auf schöne und bewährte Schriften, andere möchten ausschließlich angesagte Fonts nutzen. Für manche muss es sogar kostenlos sein. Wie dem auch sei: Für alle gibt es hier schöne Schriften – und zwar nach Kriterien sortiert.

Legen wir los!

Schönste Schriften – vom TDC ausgezeichnet

Wenn es nach den Experten aus New York geht, sind wohl dieses hier die schönsten Schriften. Der Type Directors Club zeichnet jedes Jahr besonders gelungende Schriften aus. 2019 konnten 22 Fonts das begehrte „Certificate of Typographic Excellence“ – so etwas wie der Oscar unter den Schriften – gewinnen. Diese Auswahl zeigt einige der Highlights aus dem aktuellen Typografie-Wettbewerb. Die komplette Liste aller Gewinner sowie die Sieger der Vorjahre kann man auf der Website vom TDC einsehen.

Eine Auswahl der vom TDC prämierten Schriften in 2019:

Rizado Script

Schöne Schrift Rizado Script vom TDC ausgezeichnet
Rizado Script, Designer: Nikola Kostić, Belgrad, Serbien

Gliko Modern

Gliko Modern ausgezeichnet
Gliko Modern, Designer: Rui Abreu, Lissabon, Portugal

Heldane

Heldane Font erhält TDC-Auszeichnung als eine der schönsten Schriften
Heldane, Designer: Kris Sowersby, Wellington, Neuseeland

Kraken Slab

TDC-Auszeichnung fr Kraken Slab
Kraken Slab, Designer: Béla Frank, Budapest, Ungarn

Faune

Faune Font ausgezeichnet
Faune, Designer: Alice Savoie, Lyon und Paris, Frankreich

Sandwitch

Ausgezeichnet durch den TDC - Sandwitch Font
Sandwitch, Designer: Varissara Mew Ophaswongse, San Francisco, USA

Pyk

Faune Font ausgezeichnet
Pyk, Designer: Erica Carra, New York, USA

Hier kommt außerdem eine Auswahl der ausgezeichneten Schriften aus 2018:

Lamon

Ausgezeichnete Schrift Lamon
Lamon, Designer: Artemy Lebedev, Moskau, Russland, Foundry: Art. Lebedev Studio

IBM Plex

Ausgezeichnete Schriftfamilie IBM Plex
IBM Plex, Designer: Mike Abbink, Paul van der Laan und Pieter van Rosmalen, Kunde: IBM

Origen

Ausgezeichneter Font Origen
Origen, Designer: Alex Camacho, London, Foundry: Alex Camacho Studio

Teddy

Ausgezeichnete Schriftart Teddy
Teddy, Designer: Minjoo Ham, Berlin, Deutschland, Foundry: Fust & Friends, foundry and typographic hothouse, Berlin

Harrison Serif Pro

Ausgezeichnete Schriftart Harrison Serif Pro
Harrison Serif Pro, Designer: Lisa Fischbach, Hamburg, Deutschland, Foundry: TypeMates

Guyot

Ausgezeichnete Schriftfamilie Guyot
Guyot, Designer: Ramiro Espinoza, Den Haag, Niederlande, Foundry: Retype Foundry

Oi!

Ausgezeichneter und kostenloser Font Oi!
Oi!, Designer: Kostas Bartsokas, Reading, England

Lieblingsschriften von Designern: Die schönsten Schriften aus Sicht von Kreativen

Erkundigt man sich mal bei Designern nach den schönsten Schriften, so kommen dabei oft ungewöhnliche Empfehlungen bei heraus. Der Umstand kommt nicht von ungefähr, denn Kreative richten ihr Augenmerk häufig auf Details in der Typografie. Einige Designer fühlen sich von schönen Ligaturen angesprochen, andere ziehen Zierelemente vor und weitere Kreative bevorzugen lieber exakt ausgearbeitete Corporate Fonts. In den Lieblingsschriften von Designern und Typografen spiegelt sich zudem auch der Zeitgeist wieder.

Lieblingsschriften von Designern
Lieblingsschriften von Designern: Es lohnt sich, in aller Ruhe auf die Pirsch zu gehen und ungewöhnliche Fonts zu entdecken, die Designern gefallen.

Den Lieblingsschriften von Designern hat der Schriftenanbieter Linotype eine eigene Serie in seinem Schriften-Magazin gewidmet. Dort verraten beispielsweise die Typografen bzw. Designer Felix Bonge, Mårten Thavenius, Arne Freytag, Brigitte Schuster, Anders Francker und Sarah Lazarevic, welches ihre Lieblingsschriftarten sind.

Auf der Seite „100besteschriften“ listet die Jury, bestehend aus Roger Black, Stephen Coles, Jan Middendorp, Veronika Elsner, Bertram Schmidt-Friderichs, Ralf Herrmann und Claudia Guminski ihre Favoriten unter den Schriften.

Die Schriftenseite Typewolf hat außerdem 41 einflussreiche Designer nach ihren Lieblingsfonts gefragt. Das Ergebnis kann man hier (in Englisch) sehen.

Die schönsten kostenlosen Schriften

Was sind die schönsten kostenlosen Schriften? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn es gibt keine festen Kriterien an denen man das ausmachen kann. Der eine mag lieber schwungvolle Schreibschriften und der andere verbindet mit kostenlosen Fonts dann doch eher komplette Schriftfamilien. Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul und so freuen sich viele Nutzer über das, was sie kostenlos ergattern können. Verständlich – denn oft ist die Qualität sehr ordentlich. Studenten bieten ihre Studienarbeiten zum Herunterladen an und Typefoundries möchten ihre schönsten Schriften durch GiveAways vermarkten.

Der versierte Typograf findet bei kostenlosen Schriften sicherlich die eine oder andere Stelle, die einer Optimierung bedarf. Dieser Umstand ist vielleicht bei einem Preis von 0 Euro verschmerzbar, da sich Details im Nachhinein noch von Hand nach eigenen Vorstellungen verändern lassen.

Im Rahmen der sogenannten Free Goods of the Week stellt die Kreativplattform Creative Market jede Woche neue Downloads vor, die man eine Woche lang kostenlos herunterladen darf. Darunter befinden sich dann auch meist ein oder zwei schöne Schriftarten. Auch durch eine intensive Suche auf Myfonts.com lassen sich kostenlose Einzelschnitte ausfindig machen. Sie werden häufig zur Einführung von neuen Schriftfamilien bereitgestellt und dienen der Vermarktung.

Einige der schönsten Schriften, die dabei noch kostenlos sind
Eine Auswahl von schönen und kostenlosen Schriften, die es derzeit gibt.

Zu den Schriftanbietern, die neben ihren Schriftfamilien auch immer gern schöne und hochwertige Free Fonts zum Downloaden anbieten, zählen die Kreativen von FontFabric – mit schönen Schriften wie Colus, ColorTube oder Mixa.

Auf Designer in Action stellen wir zudem regelmäßig neue Free Fonts vor. Vor allem sind das Schriften, die uns in diesem Jahr besonders aufgefallen sind sowie weitere Fonts, die für Designer in Action interessant sind. Ein Blick lohnt sich, da das Archiv regelmäßig um neue Fonts ergänzt wird. Wer selbst einen tollen Free Font entdeckt hat, kann uns dieses gern mitteilen. Wir freuen uns über jeden Tipp per Kontaktformular. Die ausgesuchten Free Fonts von Designer in Action gibt es hier.

Beliebte und schöne Schriften-Klassiker

Diese Schriften sind einfach unverwüstlich und der Zahn der Zeit kann ihnen wenig anhaben. Bei echten Schriften-Klassikern kann man nicht viel falsch machen. Es handelt sich um schöne Fonts, die sich in jeder Sammlung gut machen. Hier kommt eine kleine Übersicht:

Schöne Schriften Klassiker

Meistgenutzte Fonts im Internet

Zu den meistgenutzten Zeichensätzen im Internet gehören zweifelsohne die Systemschriften. Diese befinden sich von Haus aus von Betriebssystemen wie z.B. Windows oder Macintosh vorinstalliert auf dem Rechner. Schriften wie Arial, Verdana, Georgia, Times, Helvetica oder Lucida werden heutzutage nicht mehr so häufig als bevorzugte Zeichensätze für Fließtexte genutzt. Sie sind jedoch oft als Ausweichschriften hinterlegt. Auf diese Weise kann bereits Text angezeigt werden, wenn der eingebundene Webfont noch nicht geladen hat.

In letzter Zeit ist jedoch ein leichter Trend zurück zu genau diesen Systemschriften auszumachen. WordPress verzichtet zum Beispiel in der Oberfläche auf die Einbindung von Webfonts. Auch größere Portale entdecken zudem die schnellen Systemschriften wieder neu für sich.

Der Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen: Die Systemschriften brauchen – im Gegensatz zu Webfonts – nicht gesondert geladen werden. Die Auswahl der möglichen Schriften in diesem Bereich ist allerdings sehr begrenzt. Schriftbegeisterte greifen daher eher auf andere Fonts zurück.

Meistgenutzte Schriften im Internet

Aber auch bei den Webfonts schleicht sich schon langsam so etwas wie Routine ein. Obwohl die Auswahlmöglichkeiten an (kostenlosen) Schriften riesig sind, findet man auf vielen Seiten immer wieder dieselben Fonts wider. Zu den Dauerbrennern zählen beispielsweise Open Sans, Roboto, PT Sans, Droid, Oswald, Montserrat, Raleway oder Lato.

Im Grunde genommen ist dagegen nichts einzuwenden, da diese Schriften sauber gearbeitet sind und eine gute Lesbarkeit aufweisen. Aber vor allem im Netz gibt es so viele weitere Möglichkeiten, mit neuen und für den Bildschirm optimierten Schriften zu arbeiten. Diese Auswahl an unverbrauchten Webfonts beweist, dass es viele Alternativen gibt. Ein Blick in die Verzeichnisse von Google Fonts und Adobe Fonts kann sich ebenfalls lohnen. Unter den vielfältigen Angeboten findet man sicherlich etwas. Man muss nur den Mut aufbringen, diese wenig verwendeten Schriften auf den eigenen Seiten zu nutzen.

Wissen rund um Typografie im Web vermittelt unter anderem das Buch Webtypografie, das von Jason Santa Maria (Gründer von A Book Apart und des Online-Lexikons Typedia) geschrieben wurde und zudem in einer deutschen Ausgabe vorliegt.

Die schönsten Schriftentechnologien

Schriften im OpenType-Format genießen einen guten Ruf, denn schließlich ermöglichen sie eine einfache Verwendung von Ligaturen, Sonderzeichen, mehrsprachige Features und mehr – Eigenschaften, die jedes Typografenherz höherschlagen lassen. Auch im Bereich der Webtypografie lassen sich die Funktionen nutzen, da sie mehr und mehr von aktuellen Browsern Unterstützung finden. Das ist eine schöne Sache.

Wer da mal einen Blick auf die technische Seite werfen möchte: Mit dem Syntax für OpenType-Merkmale in CSS beschäftigt sich ausführlich ein Hilfedokument auf der Adobe-Seite. Auf jeden Fall auch einen Blick wert.

Farbige und schöne Schriften

Im Trend liegen auch farbige Fonts. Mithilfe der OpenType-SVG-Technologie wird es also beim Schreiben bunt. Meist wird diese Technik genutzt, um Schriften mit mehreren Ebenen bereitzustellen. OpenType-SVG lässt sich derzeit in Adobe Photoshop CC 2018, Illustrator CC 2018 sowie mithilfe der Browser Firefox und Microsoft Edge darstellen. Mit Fonts.lol gibt es einen Schriftenanbieter, der sich speziell auf farbige Fonts spezialisiert hat.

Ein weiterer großer Trend: Variable Fonts. Hierbei handelt es sich um eine neuartige OpenType-Technologie. Ein variabler Font ist eine einzige Schrift, die sogleich mehrere Schnitte enthält und sich dabei wie ein Einzelfont verhält. Anstelle auf viele Dateien für Light, Regular und Bold zurückzugreifen, bieten variable Fonts ein effizientes Komplettpaket. Die Übergänge der Strichstärken bei umfangreich ausgebauten „Variable Fonts“ sind daher nahezu fließend. Eine interessante Technik, die immer mehr Typofans zu begeistern weiß. Die aktuellen OpenType-Spezifikationen können der laufend aktualisierten Dokumentation von Microsoft entnommen werden.

Die teuersten Schriften

Die schönsten Schriften sind die, die am meisten kosten? Mit einem Preis von 5.000,- US-Dollar hat es JHA Bodoni Ritalic – eine nach links gerichtete Kursive von Jan Henrik Arnold – auf das oberste Treppchen der teuersten Schriften geschafft. Soviel kostet nämlich der Einzelschnitt, der sich über MyFonts.com beziehen lässt.

Die teuerste Schrift der Welt
JHA Bodoni Ritalic ist der wohl teuerste Einzelschnitt der Welt. (© Abb. Myfonts.com / Jan Henrik Arnold)

Richtig ins Geld gehen können Fonts, wenn man komplette Schriftfamilien erwerben möchte. Beispielsweise sind alle 24 Schnitte der Schriftart Lexicon vom Niederländer Bram de Does im „Complete family bundle“ zum Sonderpreis von 3.592,- Euro erhältlich. Ein einzelner Font ist für 281,- Euro zu haben. Vom selben Typedesigner kommt auch die 29 Fonts umfassende Schriftfamilie Trinité. Diese gibt es im Komplettpreis von 3.368,- Euro (281,- Euro für einen Einzeschnitt). Ruse von Gerrit Noordzij zählt ebenfalls zu den teuersten Schriften und umfasst 22 Schnitte. Die Schriftfamilie ist für 3.255,- Euro im Paket zu haben (Einzeschnitt: 562,- Euro).

Die teuerste Schriftfamilie der Welt
Die teuerste Schriftfamilie der Welt ist derzeit wohl die Lexicon. (© Abb.: teff.nl / Bram de Does)

Nennenswerte „Newcomers“ in der Kategorie der teuersten Schriften sind die „Mercedes-Schriftart“ Corporate S in der Pro-Version für 3.024,- US-Dollar (12 Fonts mit Desktop- und Weblizenz) sowie die Schriftfamilie Frutiger Next zum reduzierten Bundle-Preis von 2.808,- US-Dollar (21 Fonts).

Die meistdiskutierten Schriften

Die Schriftart Comic Sans hat es bei Designern schwer. Einige Hitzköpfe bringt die Verwendung der von Vincent Connare 1994 im Rahmen seiner Tätigkeit für Microsoft entwickelten, an eine Handschrift erinnernde Schrift, regelrecht zur Rage. Weltweit werden Sichtungen gesammelt. Es kommt sogar dazu, dass man um Gnade bittet. Eine Reihe von standhaften Verteidigern hat sich jedoch ebenfalls eingefunden und Plädieren unter anderem für die Schönheit der Schrift.

Als das CERN im Jahr 2012 dann die Entdeckung des Higgs-Teilchens bekanntgab, ernteten die Beteiligten Gelächter – und zwar nicht wegen ihrer bahnbrechenden Entdeckung im Teilchenbeschleuniger, sondern für den Einsatz von Comic Sans in ihrer Präsentation. Als Aprilscherz wurde die CERN-Website in 2014 einen Tag lang auf Comic Sans gestellt. Schöne Sache, oder? Wissenschaftler haben eben doch Humor.

1982 erblickte die Schriftart Papyrus das Licht der Welt. Chris Costello wollte die englische Sprache so darstellen, wie sie vor über 2.000 Jahren im mittleren Osten ausgesehen hätte und wählte daher den Namen „Papyrus“. Als die Schrift als PostScript-Font herauskam und 1997 Bestandteil von Microsoft Office wurde, konnte man die übermäßige Verwendung nicht mehr stoppen. Viele fanden die Schrift ausgesprochen schön. Papyrus gab es daher überall. Eine der prominentesten Verwendungen fand die Schriftart in James Camerons Filmklassiker „Avatar“. Trotz der enormen Verbreitung der Schrift hat der Typedesigner damals lediglich 2.500 US-Dollar als Honorar erhalten. Dieses geht aus einem Beitrag von Fastcompany hervor.

„Arial oder Helvetica … das ist hier die Frage“ – jedenfalls, wenn man die beiden Schriftarten miteinander vergleichen möchte. Helvetica wurde in den 1950er Jahren gestaltet und ist ein echter Schriftenklassiker. Arial stammt aus den frühen 1980er Jahren und stellt für viele Typofans den Versuch von Microsoft dar, einen Font mit ähnlicher Anmutung zu schaffen.

Im Netz finden sich fortlaufend Vergleiche von Arial und Helvetica, die als Grundlage für immer wieder neue Diskussionen sorgen. Wer einmal selbst versuchen möchte, die beiden Schrifte voneinander zu unterscheiden, hat in einem Online-Quiz Gelegenheit dazu. Viel Spaß damit!

Die meistverkauften Schriften

Schaut man sich die Listen mit den meistverkauften Fonts der Schriften-Shops an, so wird deutlich, dass neben trendigen Neuerscheinungen echte Schriften-Klassiker nach wie vor gefragt sind und sich unter den besten und schönsten Fonts nach Verkaufsrang tummeln.

Die meistverkauften Schriften der großen Font-Anbieter findet man hier:

Schriften-Anbieter, Typedesigner und Typefoundries

Die Anzahl der Schriftenanbieter und Typedesigner wächst ständig. Von kleinen Studios, die ihre Schriften selbst vertreiben, bis hin zu großen Schriftenhäusern, die als Publisher unzählige Schriften im Programm haben, reichen die Adressen. Eine Liste mit nützlichen Links zu Typefoundries und Typoseiten gibt es hier auf Designer in Action. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem informiert unser Design-Blog in der Rubrik Typografie über neue Schriften.

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