Dekor als Übergriff? (Eröffnung)

10.10.2019

Das Werkbundarchiv — Museum der Dinge zeigt im Kontext des Bauhausjahres seit November 2018 bis Frühjahr 2020 eine Ausstellungsserie unter dem Titel »111/99 – Fragen zur Gestaltungssprache der Moderne«.

Zwölf Jahre liegen zwischen der Gründung der Reformbewegung Deutscher Werkbund 1907 und der stilbildenden Kunstschule Bauhaus 1919 – im Jahr 2018 wurde der Deutsche Werkbund 111 und das Bauhaus 99 Jahre alt. Die Jubiläumsdaten als Zahlenspiel aufgreifend, hinterfragt das Werkbundarchiv – Museum der Dinge die programmatischen Schnittmengen beider Institutionen in der Entwicklung einer Gestaltungssprache der Moderne.

Warum haben sich bestimmte Merkmale als Kennzeichen für Modernität entwickelt und gelten trotz aller kritischen Reflexion bis heute als gesetzt: Materialien wie Glas, Stahl, Beton; Begriffe wie Sachlichkeit, Dekorlosigkeit, Funktionalität oder die Reduktion der Farbigkeit auf die Grundfarben und das Spektrum zwischen Weiß und Schwarz. Warum hat sich das von sozialen, politischen und ökonomischen Debatten geprägte Lebensreformkonzept von Werkbund und Bauhaus auf die starre Eindeutigkeit eines rein ästhetisch verstandenen Gestaltungsrezepts oder Musterbuchs reduziert?

Diese Aspekte werden in drei aufeinander folgenden Ausstellungen thematisiert. »Dekor als Übergriff?« ist dabei der letzte Teil der Reihe.

Eröffnung: 10. Oktober 2019, um 19 Uhr
Laufzeit: 11. Oktober 2019 – 10. Februar 2020

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