Todessehnsucht und Dekadenz. Der belgische Symbolismus

bis 13.09.2020

Der lustvolle Blick in den Abgrund, der übersteigerte Ästhetizismus einer übersättigten Gesellschaft, die sich zugleich in der Krise wähnte, der morbide Reiz zwischen Thanatos und Eros – dies sind Themenfelder in der Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere im Belgischen Symbolismus ihren Ausdruck fanden.

Gegen die Entwicklung des Oberflächenreizes von Naturalismus und Impressionismus formiert sich in den 1880er-Jahren eine neue Kunstströmung, deren Kennzeichen die Sinnlichkeit, tiefgründige Bedeutsamkeit wie auch die Irrationalität sind. Das Spezifikum des belgischen Symbolismus ist eine Vorliebe für eine morbide und dekadente Motivik.

Die groß angelegte Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (in Kooperation mit den Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique) stellt das Spektrum an bislang wenig bekannten belgischen Positionen wie Fernand Khnopff, Léon Spilliaert, Félicien Rops, James Ensor oder Jean Delville vor. Werke von Gustave Moreau, Max Klinger, Arnold Böcklin, Edvard Munch und Gustav Klimt bilden die Referenz für Belgien als Knotenpunkt des europäischen Symbolismus.

Ausstellungszeitraum: 15. Mai – 13. September 2020

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