Weitwinkel – Globale Sammlungsperspektiven

23.11.2019

„Weitwinkel – Globale Sammlungsperspektiven“ ist eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe, die sich in Anlehnung an aktuelle Ausstellungen, Forschungsprojekte und Kooperationen der Staatlichen Museen zu Berlin mit transkulturellen Themen und gesellschaftsrelevanten Fragestellungen beschäftigt.

Thema: Museen und die Islamdebatte – wie politisch sind Kulturinstitutionen?
Datum: Samstag, 23. November 2019, 18 Uhr

Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt die Frage, wie eine diverse, durch Migration geprägte Gesellschaft gestaltet werden kann, die innenpolitische Debatte. Besonders im Fokus stehen dabei Muslime. Mehr und mehr scheinen sich die Fronten zu verhärten und diejenigen, die Ängste vor „dem Islam“ schüren, gewinnen an Macht – die jüngsten Wahlergebnisse liefern darüber Zeugnis ab. Museen und Sammlungen islamischer Kunst stehen daher vor der Frage, wie politisch sie in der heutigen Situation sein müssen. Inwieweit fällt ihnen die Aufgabe zu, gesellschaftlichen Wandel mit einer klaren Haltung mitzugestalten? Wie können sie aus ihren Sammlungen heraus Inhalte entwickeln, die Antworten auf die Fragen einer sich wandelnden Gesellschaft geben? Welche Formate eignen sich dafür? Und wie können sie der Gefahr entgegnen, nicht für die muslimische Minderheit zu sprechen, sondern dieser eine Stimme zu geben?

Podiumsgespräch in englischer Sprache mit Massumeh Farhad (Arthur M. Sackler Gallery and Freer Gallery of Art, Washington), Lamya Kaddor (Universität Duisburg-Essen), Yannick Linz (Louvre Museum, Paris) und Stefan Weber (Museum für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin), Moderation: Reinhard Fischer (Berliner Landeszentrale für politische Bildung)

Dauer: ca. 90 Minuten

Hinweis: alle Angaben ohne Gewähr für Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit.