Vortrag: Der Bauhäusler Robert Lenz – Spuren einer Nicht-Karriere in der DDR

Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR lädt im Rahmen seiner Sonderausstellung "Alltag formen! Bauhaus -Moderne in der DDR" am Sonntag dem 23. Februar 2020 zu einem Vortrag des Berliner Designexperten Günter Höhne ein.

Der Berliner Designpublizist Günter Höhne (Jg. 1943) stellt überraschende Recherche-Ergebnisse zum Lebens- und Schaffensweg des heute weithin unbekannten Bauhäuslers, Architekten und Formgestalters Robert Lenz vor. Lenz, 1907 im baden-württembergischen Schopfheim geboren und 1964 in Berlin-Lichtenberg gestorben, studierte am Bauhaus in Dessau. In den ersten Nachkriegsjahren wurde er als Architekt hoch gelobter Siedlungs- und Schulbau-Projekte besonders in Brandenburg aktiv, fiel aber 1950 der so genannten "Formalismusdebatte" in der DDR zum Opfer. Ab Ende der 1950er Jahre arbeitete Robert Lenz als freiberuflicher Industrieformgestalter. In dieser Zeit verband ihn eine enge Freundschaft mit dem Holzbildhauer Hans Brockhage, an dessen Schwarzenberger Wohn- und Atelierhaus-Umbau er als Architekt maßgeblich mitarbeitete. Zeugnisse von Lenz' Architekturschaffen in Brandenburg sind noch heute u.a. im Park Babelsberg mit drei Laubengang-Studentenwohnheimen sowie auf dem Gelände der Europa-Schule in Storkow präsent.

Zeitpunkt: 23. Februar 2020, 14 Uhr

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