Die gefährlichste Erfindung der Welt
Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Gutenberg-Museums in Mainz veröffentlicht der Verlag Hermann Schmidt ein Buch, das die Erfindung des Buchdrucks nicht nur als technische Leistung, sondern als massiven gesellschaftlichen Umbruch beleuchtet.

Die Entwicklung des Druckens mit beweglichen Lettern im 15. Jahrhundert war mehr als eine bloße Vervielfältigungstechnik. Es war ein disruptiver Vorgang, der die Machtverhältnisse der damaligen Zeit grundlegend veränderte. Mit der Möglichkeit, Informationen schnell, präzise und in hoher Auflage zu verbreiten, wurden Autoritäten hinterfragt, Bildung zugänglicher gemacht und eine neue Form der Öffentlichkeit geschaffen.
Das Buch »Die gefährlichste Erfindung der Welt« zieht dabei inhaltliche Parallelen zur heutigen digitalen Revolution und beleuchtet Kernfragen, die in beiden Epochen gleichermaßen brisant sind: Wer kontrolliert Informationen? Wie unterscheidet man zwischen Fakten und Täuschung?

Hinter den Kulissen des Gutenberg-Museums
Neben dem historischen und gesellschaftlichen Kontext wirft das Buch einen Blick hinter die Kulissen des Gutenberg-Museums in Mainz. Die Publikation dokumentiert, wie die umfangreiche Sammlung rund um Johannes Gutenberg entstand und wie ihr Erhalt für die Zukunft gesichert wird.
Thematisiert wird dabei auch das sich wandelnde Rollenverständnis moderner Museen: Weg von der reinen Bewahrung hin zu interaktiven Netzwerken, in denen analoge und digitale Wissensvermittlung verschmelzen und ein Dialog auf Augenhöhe stattfindet.
Visuelle Umsetzung und Ausstattung
Die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Druckkunst spiegelt sich auch in der Gestaltung des Bandes wider. Das Designkonzept von Katrin Schacke setzt auf eine markante Typografie, die historischen Initialen eine moderne Interpretation entgegensetzt. Visuell ergänzt wird das Buch durch elf doppelseitige Illustrationen von Jörn Kaspuhl.
Erschienen ist »Die gefährlichste Erfindung der Welt« im Verlag Hermann Schmidt. Das Buch ist durchgehend in vier Sonderfarben auf reinem Recyclingpapier gedruckt. Es umfasst 160 Seiten (Format: 15 x 22 cm) und ist als flexibler Leineneinband mit zweifarbiger Prägung für 25 Euro im Handel erhältlich.









