Ironischer Kunstband »Digitale Kunstgeschichte«

Wenn klassische Epochen auf heutige Software und Künstliche Intelligenz treffen: Ein neues Buchprojekt widmet sich der Verbindung von Tradition und Digitalisierung mit einer gehörigen Portion Humor.

Digitale Kunstgeschichte und KI
© Abb.: Frank F. Brunnée, brunnee-art.de

Wie sähe die Kunstgeschichte aus, wenn digitale Werkzeuge und Künstliche Intelligenz schon immer zum gestalterischen Alltag gehört hätten? Frank F. Brunnée liefert in seinem neuen Bildband eine ironische Antwort auf dieses Gedankenspiel.

Von der Höhlenmalerei bis zur Gegenwart

Der Grafikdesigner und Künstler verknüpft in dem Band auf 160 Seiten insgesamt 80 neu interpretierte Werke, die einen chronologischen Bogen spannen. Die pointierte Zeitreise beginnt bei steinzeitlichen Höhlenmalereien, führt über die Renaissance und den Impressionismus bis hin zu modernen Positionen wie Pop-Art oder Street-Art. Dabei brechen die visuellen Umsetzungen, die traditionelle Motive mit zeitgemäßer Grafiksoftware und generativer KI verbinden, gezielt mit gelernten Sehgewohnheiten und Erwartungen.

Digitale Kunstgeschichte und KI
© Abb.: Frank F. Brunnée, brunnee-art.de

Kulturhistorische Einordnung mit Ironie

Ergänzt werden die visuellen Arbeiten von begleitenden Texten. Diese ordnen die zitierten Künstlerinnen und Künstler sowie deren Schaffen zunächst informativ und kulturhistorisch ein. In jeder Bildbeschreibung findet sich jedoch auch ein ironischer Kommentar. Der Autor hinterfragt auf diese Weise mit heiterer Distanz, wie sehr Technologie und die unumkehrbare Digitalisierung unseren Blick auf Kunst, Kreativität und Bedeutung verändern.

Die Publikation richtet sich an Gestalterinnen und Gestalter sowie Kunst- und Technikinteressierte, die das Zusammenspiel von historischen Techniken und aktuellen digitalen Werkzeugen reflektieren möchten.

Format und Verfügbarkeit

»Digitale Kunstgeschichte« (ISBN: 978-3-00-079571-8) ist als Hardcover im quadratischen Format (22 x 22 cm) erschienen und für 34 Euro über die Website des Autors erhältlich. Einen ersten Eindruck der Publikation vermittelt das kostenlose Flipbook zum Durchblättern.

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