AGD nimmt Stellung zum Forschungsbericht

Die Allianz deutscher Designer hat sich kritisch mit den Ergebnissen und Empfehlungen der Studie »Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur und Kreativwirtschaft in Deutschland« auseinandergesetzt und eine fünfseitige Stellungnahme abgegeben.

Hierin heißt es: »Dass die Kultur- und Kreativwirtschaft eine Wirtschaftsbranche ist, die in den letzten Jahren rasant an Bedeutung gewonnen hat und heute sogar mehr Wirtschaftsleistung aufweist als die Chemische Industrie und die Energiewirtschaft, hat der Forschungsbericht „Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland“, den das Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien in Auftrag gegeben haben, eindrücklich belegt. Die Autoren der Studie stellen fest: Die Designwirtschaft ist mit herausragenden Wachstumszahlen das Zugpferd der Branche.«

Für die Zukunft sieht die AGD – neben der Realisierung vieler Empfehlungen der Studie – weiteren Handlungsbedarf: »Um das Wachstum der Designwirtschaft weiterhin zu ermöglichen, muss im Urheberrecht der generelle und automatische Schutz von Designleistungen verankert werden. Auch das Umsatzsteuerrecht ist reformbedürftig. Eine klare Regelung, die den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent für Designleistungen und die an ihnen vergebenen Nutzungsrechte ohne Einzelfallprüfung festschreibt, ist überfällig.«

Kritik übt die Allianz deutscher Designer am »Designpreis der Bundesrepublik Deutschland« und fordert eine weitgehende Reform. Durch die hohen Kosten, die mit dem Designpreis verbunden sind, wären Klein- und Kleinstunternehmen sowie Freiberufler weitgehend von der Teilnahme ausgeschlossen. Auch der Begriff der »Nominierung« sei irreführend, da die »Nominierung« einzig auf der erfolgreichen Teilnahme an einem anderen der – größtenteils kommerziell konzipierten – Designwettbewerbe beruhe. Eine eigenständige qualitative Bewertung der Arbeiten erfolge in der »Nominierungsphase« nicht.

Viele Empfehlungen wie die vertiefende Forschung, die Etablierung eines Branchenmonitorings und die Schaffung einer übergreifenden Branchenplattform unterstützt die AGD. Auch die Empfehlung, Kleinstkredite einfacher für Freiberufler und Kleinstunternehmen zur Verfügung zu stellen, würde begrüßt.

Die ausführliche Stellungnahme kann auf der Website der Allianz deutscher Designer nachgelesen werden.

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