Pasta Poster: Nudelreklame von 1900 bis heute

Aus Nudeln lässt sich mehr machen als ein gutes Essen. »Pasta Poster« von Linus Rapp zeigt, wie Kreative ein einfaches Grundnahrungsmittel zum Plakatstar machten – und dabei reichlich Appetit auf Italien weckten.

Pasta Poster

Mal ganz reduziert, mal üppig illustriert, mal fotografisch inszeniert: An Pasta-Plakaten lässt sich ablesen, wie sich Grafikdesign, Werbung und Zeitgeist verändert haben. Rapp blickt auf mehr als 130 Jahre Teigwaren-Werbung zurück. 79 ausgewählte Motive von 1900 bis heute zeigen, wie viel Gestaltung in einem alltäglichen Produkt stecken kann.

Los geht es mit den Anfängen der industriellen Produktion. Dampfbetriebene Teigknetmaschinen veränderten die Herstellung, Marken wie Buitoni, Barilla und De Cecco traten in den Wettbewerb. Bei oft ähnlichen Produkten halfen einprägsame Plakate dabei, aus der Menge herauszustechen.

Pasta Poster Design-Buch

Mit dabei sind frühe Sachplakate von Lucian Bernhard, surreale Motive aus der Zwischenkriegszeit und Arbeiten von Leonetto Cappiello, Ludwig Hohlwein oder Erberto Carboni. Die Gestaltung reicht von klaren Produktdarstellungen bis zu fantasievollen Bildideen.

Auch die Botschaften wandelten sich: Während der Weltkriege stand der Nährwert der Pasta im Vordergrund. In der Nachkriegszeit rückten Dolce Vita, Nostalgie und die Sehnsucht nach Italien ins Bild. Die Nudel wurde zum Botschafter eines ganzen Lebensgefühls.

Auf 112 Seiten haben vor allem illustrierte Plakate ihren großen Auftritt; reine Fotoplakate spielen eher eine kleinere Rolle. »Pasta Poster« ist im Prestel Verlag erschienen. Der Band misst 22 × 30 cm und kostet 22 Euro.

Preis:
EUR 22,00
Ausführung:
Hardcover, 112 Seiten
Verlag:
Prestel Verlag
ISBN:
9783791394626