Digitaler Rahmen für monochrome Fotokunst
Das Stuttgarter Unternehmen APHEUM präsentiert einen digitalen Bilderrahmen, der sich speziell an Liebhaber von Schwarz-Weiß-Fotografie richtet. Dank E-Ink-Technologie und entspiegeltem Glas wirken die Motive wie gerahmte Fine-Art-Prints. Für Gehäuse und kuratierte Inhalte kooperiert der Hersteller mit HALBE sowie der Fotoagentur Magnum.

Digitale Bilderrahmen verbinden viele Gestalter mit leuchtenden, teils spiegelnden Displays, die im Raum eher als technisches Gerät denn als Kunstwerk wahrgenommen werden. Der neu vorgestellte »APHEUM Frame« wählt hier einen grundlegend anderen Ansatz und zielt bewusst darauf ab, die ruhige, matte Anmutung eines klassischen analogen Abzugs zu simulieren.
E-Paper statt leuchtendem Display
Die technische Basis des Rahmens bildet ein E-Ink-Display, das unter entspiegeltem Spezialglas (Artglass) verborgen liegt. Das Bild leuchtet nicht selbst, sondern reflektiert lediglich das Umgebungslicht. Eine eigens entwickelte Technologie namens »Deep Grayscale« sorgt dabei für die Darstellung feinster Tonwertabstufungen mit bis zu 255 Graustufen. So sollen Kontrast und Schärfe an die Qualität hochwertiger Drucke heranreichen.

Die Rahmung selbst übernimmt der deutsche Spezialist HALBE. Die in Deutschland handgefertigten Kunstrahmen sollen dem digitalen Innenleben die haptische Wertigkeit eines klassischen Ausstellungsobjekts verleihen. Da das E-Paper-Display besonders energieeffizient arbeitet, kommt der Rahmen ohne Stromkabel oder Lithium-Akkus aus. Der Betrieb erfolgt über handelsübliche AAA-Batterien, die laut Hersteller etwa einmal im Jahr gewechselt werden müssen.
Kuratierte Bildserien und Magnum-Kooperation
Inhaltlich bespielt wird der Rahmen über ein serverbasiertes System. Nutzer haben die Möglichkeit, eigene Bilddateien hochzuladen oder auf kuratierte Kollektionen zuzugreifen. Die Fotografien lassen sich dabei nicht nur als Einzelbilder anzeigen, sondern als langfristige Bildprogramme anlegen, die ihre Motive passend zu Jahreszeiten oder Projekten wechseln.

Zum Start konnte APHEUM die Fotoagentur Magnum Photos als exklusiven Partner gewinnen. Dadurch stehen bekannte Schwarz-Weiß-Arbeiten von Fotografen wie Eve Arnold, Robert Capa, Richard Kalvar und Dennis Stock für das digitale Format zur Verfügung. Optional lassen sich zu den jeweiligen Werken Hintergrundinformationen via QR-Code oder E-Mail abrufen, um den musealen Charakter zu unterstreichen, ohne das Bild selbst mit Text zu überlagern.
Verfügbarkeit und Preise
Die APHEUM Frames werden ausschließlich im Direktvertrieb angeboten und beinhalten lt. Herstellerangaben eine dauerhafte Lizenz für die Nutzung eigener Bilder. Aktuell sind zwei Größen erhältlich: Das Modell S (9,7 Zoll) für 386 Euro sowie das Modell M (13,3 Zoll) für 768 Euro. Eine große L-Variante (27,5 Zoll) kann derzeit zu einem Einführungspreis von 2.348 Euro vorbestellt werden.


