Cliparts, Symbole und Piktogramme

Welche ClipArts, Symbole und Pictogramme sind zur Zeit angesagt? Wir haben für Sie aktuelle Compilations unter die Lupe genommen – darunter echte Klassiker aber auch neue Herausforderer. Wer gerade nicht die Kosten für diese Art der Illustrationen ausgeben möchte, für den haben wir kostenlose Alternativen in Betracht gezogen.

Iconografica

„120 fresh and progressive pictograms“ heißt es auf der CD-ROM-Verpackung von Iconografica. Recht wenig, werden sich da einige anfänglich fragen… doch die Qualität der Abbildungen überzeugt! Sorgfältig entwickelte Motive wurden von der Apply Design Group (Hannover) auf die Scheibe gepresst. Der Stil der ClipArts entpricht einer visuellen Formensprache der 90er Jahre – inspiriert vom Lebensgefühl und der Ästhetik der internationalen Techno-Szene. Die Picts liegen zudem in mehreren Bildformaten wie z.B. EPS, FreeHand, Illustrator und als Zeichensatz vor. Zusammen mit der kleinen Übersichtstabelle und den 3 Bonusfonts ist Iconografica eine Empfehlung wert. Die DM 179,- sind eine gute Investition. Wer es vom Stil her noch etwas provokanter mag, dem seien die Eroticons von selben Entwickler ans Herz gelegt.

Clipodrom
Unter dem Namen „Clipodrom Volume 1“ bietet art4art media eine trendige Piktogrammserie an. Auf den ersten Blick vermutet man eine Anlehnung an Iconografica – Clipodrom hat aber viel Eigenständiges zu bieten. Die Qualität der Abbildungen sind hochwertig – der Preis in Höhe von DM 90,- ist für die CD-ROM, die in einer DVD-Hülle ausgeliefert wird, im grünen Bereich. Auch hier sind die Piktogramme im FreeHand-, Illustrator, EPS-Format sowie als Zeichensatz auf dem Silberling verfügbar.

Ebenfalls im Angebot: Volume Nr. 4 – „Human Shapes“: Abbildungen von unterschiedlichsten Körperposen. Da die einzelnen Piktogramme sehr speziell sind, muss erst ein entsprechender Einsatzort gefunden werden. Doch das dürfte für erfahrene Designer kein Problem darstellen 😉

Creative Symbol Collection
Die Creative Symbol Collection kann man schon als Klassiker unter den Symbolkollektionen bezeichnen. Noch bevor CD-ROM-Laufwerke Standard waren, gab es diese Zusammenstellung hochwertiger Piktogramme von Ingram Publishing. Das heißt nun nicht, dass das Material veraltet oder gar nicht mehr zeitgemäß ist. Im Gegenteil: die Kollektion lässt sich bei gekonntem Umgang gut einsetzen. Highlights der CD-ROM sind die „Typografic Devices“ – Schnörkel und Schweife im britischen Stil. Da die Creative Symbol Collection seit kurzem zum reduzierten Preis bei vielen Händlern angeboten wird, heißt es: zugreifen!

FF Dingbats
Eigentlich keine ClipArt-Sammlung, sondern ein Dingbats-Zeichensatz. Kennern schon längst bekannt, sind es gerade die kleinen Elemente und Gimmicks, die diesen Font ausmachen. Die vielen Pfeile, Symbole und Illus finden fast immer einen passenden Einsatzort. Der Zeichensatz kostet ca. DM 395,-. Schlaue Naturen holen sich schon mal vorab den kostenlosen FF Dingbests-Zeichensatz von FontShop USA 😉

Ideenarchiv
Satte 12.500 copyrightfreie Grafiken befinden sich in dem Basispaket von Bergmoser und Hoeller. Soviel sollten eigentlich ein Leben lang reichen – doch an Grafiken hat man ja bekanntlich nie genug. Dieses weiß auch der Verlag und bietet daher ein Abo an, um das Archiv in regelmäßigen Abständen aufzurüsten. Der Preis von ca. DM 1.198,- (bzw. DM 2.498,- ohne Updates) mag erst relativ hoch erscheinen. Man muss hierbei aber die Menge der Grafiken bedenken und die vorwiegend gute Qualität. Jedes einzelne Element ist zusätzlich im großem Katalogordner abgebildet und auf CD in zwei Formaten (AI und EPS) erhältlich. Für Agenturen auf Zeit gesehen eine lohnende Investition – der „Illustrator in der Kiste“.

Es muss nicht immer gleich etwas kosten
Wenn man sich einmal genauer im Internet umschaut, so erblickt man viel Licht aber auch viel Schatten in diesem Bereich. Manche Motive hinterlassen eher den Eindruck von „gut gemeint“ als professionell umgesetzt. Andere Dingbats schreien gerade dazu zu sagen: wieso sind die denn kostenlos?

Zu den kursierenden Standard-Dingbats zählen die Webdings von Microsoft. Diese fliegen einem zwar mittlerweile von vielen Websites ins Auge, doch hin und wieder ist ja mal wieder Not am Mann – da sind handwerklich gut gemachte Piktogramme gefragt. Schön, wenn man dann darauf zurückgreifen kann.

Auch bei „Designer in Action“ finden Sie eine Reihe von hochwertigen Dingbats, die größtenteils Free- oder Shareware sind. Ein Blick auf die entsprechende Rubrik lohnt sich immer.

Fazit: Die Preisspanne von ClipArt-Sammlungen ist teilweise sehr gross. Es kommt immer auf den bezweckten Einsatzort und die Art an. Wer hier nicht selber für jedes kleinste Piktogramm zum Stift greifen möchte, für den stellen kommerzielle Sammlungen eine gute Investition dar. Kostenlose Alternativen gibt es im Internet viele, doch sollte man hierbei immer die Qualität im Auge behalten. Manche Perlen sind nur schwer zu entdecken – sobald diese aber gefunden wurden, hat sich der Weg aber mehr als gelohnt 😉

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