Geschichte auf Büttenpapier

Ein Fotoreportagebuch auf echtem Büttenpapier: »Zerkall« portraitiert die Eifeler Büttenpapierfabrik Zerkall Renker & Söhne.

Büttenpapier wird häufig für Briefpapiere, Briefhüllen oder auch Traueranzeigen verwendet. Es gibt Künstler, die ihre Werke auf Büttenpapier schaffen. Aber für weitere Zwecke? Nun liegt das vermutlich welterste Fotoreportagebuch vor, das auf echtem Büttenpapier gedruckt wurde.

»Zerkall. Die unzeitgemäße Geschichte der Eifeler Büttenpapierfabrik Zerkall Renker & Söhne« ist ein Gemeinschaftsprojekt von Römerturm, dem Herausgeber, und dem V8 Verlag, der Idee, Konzeption und Realisierung lieferte. Das Buch, das auf Zerkall-Bütten im Vierfarb-Offsetdruck produziert worden ist, porträtiert auf 192 Seiten und anhand von 95 Farbfotografien die 1903 gegründete Büttenpapierfabrik am Nordrand des Nationalparks Eifel, eine von weltweit sieben Fabriken, die echtes Büttenpapier herstellen.

Weil das Buch sämtliche Mitarbeiter der Fabrik zu Wort kommen lässt und darüber hinaus vom Dorf Zerkall, seinen Einwohnern sowie der Eifeler Landschaft handelt, ist es aber weit mehr als ein Unternehmensporträt. Es handelt sich zudem um bundesrepublikanische Kultur-, Wirtschafts- und Mentalitätsgeschichte, die hier erzählt wird, gespickt außerdem mit Kriegs- und Liebesgeschichten.

»Zerkall. Die unzeitgemäße Geschichte der Eifeler Büttenpapierfabrik Zerkall Renker & Söhne« hat einen Umfang von 192 Seiten und ist für 48 Euro im Handel erhältlich (ISBN: 978-3-00-041718-4).

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