Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus

bis 27.09.2026

Mit der Ausstellung „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“ würdigt die Alte Nationalgalerie den Kunsthändler Paul Cassirer (1871–1926). Anlass sind der 100. Todestag Cassirers sowie das 150-jährige Jubiläum des Gebäudes der Alten Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel.

Anhand von über 120 Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne zeichnet die Ausstellung das Wirken Cassirers nach, der als Galerist und Vermittler maßgeblich zur Verbreitung moderner Kunst in Deutschland beitrug.

Cassirer spielte eine zentrale Rolle bei der Einführung des französischen Impressionismus im deutschsprachigen Raum. Durch seine Ausstellungen und Publikationen erhielten Künstler wie Edgar Degas, Paul Cézanne, Édouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir und Vincent van Gogh größere Aufmerksamkeit. Viele bedeutende Werke gelangten durch seine Vermittlung in deutsche Sammlungen und Museen, darunter auch in die Bestände der Nationalgalerie.

Neben der französischen Kunst förderte Cassirer auch den deutschen Impressionismus und unterstützte die Berliner Secession mit Künstlern wie Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt. Gleichzeitig öffnete er seine Galerie für Vertreter der klassischen Moderne und der Avantgarde, darunter Edvard Munch, August Gaul, Ernst Barlach, Ernst Ludwig Kirchner und Oskar Kokoschka.

Die Ausstellung beleuchtet Cassirer als eine zentrale Figur im Zusammenspiel von Kunst, Markt und Öffentlichkeit um 1900 und zeigt, wie sein Engagement die deutsche Kunstlandschaft nachhaltig prägte.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreich bebilderte Begleitpublikation in deutscher und englischer Sprache im Hirmer Verlag, herausgegeben von Anette Hüsch, Josephine Klinger und Franziska Lietzmann.

Ausstellungszeitraum: 22. Mai bis 27. September 2026

Hinweis: alle Angaben ohne Gewähr für Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit.