Fujiko Nakaya
Wegen des großen Publikumsinteresses präsentiert die Neue Nationalgalerie erneut eine ortsspezifische Nebelskulptur der japanischen Künstlerin Fujiko Nakaya. Die Installation bespielt den Skulpturengarten des Museums und tritt in einen Dialog mit der Architektur von Ludwig Mies van der Rohe sowie mit den dort ausgestellten Skulpturen.
Nakayas Arbeiten erweitern das Verständnis von Skulptur: Statt dauerhafter Materialien nutzt sie feinen Wassernebel, der temporäre und sich ständig verändernde Formen entstehen lässt. Die Nebelskulptur reagiert auf Licht, Wind und Umgebung und ermöglicht eine unmittelbare räumliche Erfahrung. Besucherinnen und Besucher werden Teil eines flüchtigen, atmosphärischen Geschehens zwischen Naturphänomen und künstlerischer Gestaltung.
Für die Neue Nationalgalerie entwickelte Nakaya 2025 eine Installation, die den gesamten Skulpturengarten einbezieht. Verschiedene Nebelformationen entstehen an ausgewählten Punkten, verbinden sich mit der Vegetation und den bestehenden Kunstwerken – etwa von Henri Laurens, Wolfgang Mattheuer oder Alicja Kwade – und lösen sich schließlich wieder im Raum auf. Je nach Dichte erscheint der Nebel als beinahe greifbares Volumen oder als transparenter Schleier.
Die Architektur der 1968 eröffneten Neuen Nationalgalerie ermöglicht unterschiedliche Perspektiven auf die Installation. Die 90 Meter lange Glasfassade des Sammlungsgeschosses eröffnet bereits aus dem Innenraum einen Blick auf die Nebelbewegungen im Garten, während Besucherinnen und Besucher von dort auch direkt in das Nebelgeschehen hinausgehen können.
Ausstellungszeitraum: 30. April – 25. Oktober 2026