Schwerer Stoff – Frauen, Trachten, Lebensgeschichten
Das Museum Europäischer Kulturen zeigt mit der Ausstellung „Schwerer Stoff – Frauen, Trachten, Lebensgeschichten“ ausgewählte Stücke aus der Textilsammlung des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm. Im Mittelpunkt stehen Frauen- und Mädchenkleidung aus der Zeit von 1880 bis 1990, die Einblicke in die Lebenswelten der Donauschwäbinnen geben.
Die Ausstellung präsentiert rund 20 Trachtenensembles, die aus bis zu fünfzehn einzelnen Kleidungsstücken bestehen können. Ergänzt werden sie durch Fotografien, Zeichnungen der Künstlerin Erna Piffl sowie weitere historische Objekte. Die Trachten reichen von farbenreichen Festkleidern bis hin zu tiefschwarzer Brautkleidung und spiegeln unterschiedliche Lebensstationen wider – vom Arbeitsalltag bis zu wichtigen Übergangsritualen.
Die gezeigten Kleidungsstücke verdeutlichen zugleich die kulturelle Vielfalt der Donauschwäb*innen, Nachkommen deutschsprachiger Auswanderer, die sich vom späten 17. bis zum 19. Jahrhundert im Gebiet des damaligen Königreichs Ungarn ansiedelten. Die Trachten erzählen von persönlichen Lebensgeschichten, aber auch von Migration, Integration und kultureller Identität in einer vielschichtigen europäischen Gesellschaft.
Entwickelt wurde die Ausstellung vom Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm. Nach einer Station im Ethnografischen Museum Budapest wird sie nun in Berlin präsentiert.
Begleitend finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Dazu gehört der Thementag „Auf nach Süden“ am 21. Juni 2026 mit Workshops, Führungen und Livemusik im Rahmen der Fête de la Musique. Am 8. November 2026 folgt der Textiltag, bei dem Besucherinnen und Besucher verschiedene textile Techniken ausprobieren und an Führungen durch die Ausstellung teilnehmen können.
Ausstellungszeitraum: 24. April 2026 – 29. März 2027