Neue DIN: Update mit Kursiven und Retalics
Die Berliner Type-Foundry Fontwerk erweitert die Schriftfamilie »Neue DIN« um kursive und rückwärts geneigte Schnitte. Der Variable-Font erhält zudem eine Achse für die Schrägstellung in beide Richtungen.

Seit ihrer Veröffentlichung bietet die Neue DIN eine zeitgemäße Interpretation der bekannten deutschen Normschrift. Das Design-Trio Andreas Frohloff, Olli Meier und Hendrik Weber kombinierte dabei den konstruierten, sachlichen Charakter der historischen Vorlage mit subtilen Anpassungen. So weisen beispielsweise die senkrechten Rundungen eine leichte organische Schwingung auf, was dem eher strenger wirkenden Raster eine gewisse Lebendigkeit verleiht.
Ein wesentliches Merkmal der Schrift ist zudem der weite Gestaltungsspielraum, der von Beginn an neun Strichstärken (»Thin« bis »Black«) mit neun Breiten (»XXCondensed« bis »XXWide«) verbindet.

Linkskursive für plakative Anwendungen
Das aktuelle Update erweitert den Umfang der Schriftfamilie nun um schräggestellte Varianten. Neben den 81 klassischen Kursiven (Italics) ergänzt Fontwerk die Familie um die exakt gleiche Anzahl an nach links geneigten Buchstaben. Diese als »Retalic« (oder Backslanted) bezeichneten Linkskursiven bieten zusätzliche typografische Werkzeuge, die sich unter anderem für den plakativen Einsatz und auszeichnende Elemente eignen.
Durch diese neue Ergänzung wächst die Neue DIN auf 243 statische Schnitte an. In der Variable-Font-Version wurde die Technik entsprechend angepasst: Hier steht nun eine dritte Achse zur Verfügung, die eine stufenlose Schrägstellung in die rechte sowie in die linke Richtung erlaubt.

Verfügbarkeit
Die aktualisierte Neue DIN sowie entsprechende Trial-Fonts zum Testen stehen über die Website von Fontwerk zur Verfügung.



