Pulpo – inspiriert von amerikanischer Schriftkultur

Felix Braden stellt seine neue Schriftart »Pulpo« vor. Die Serifenbetonte steht ganz im Zeichen von amerikanischen Schriftdesign.

Pulpo

Amerikanische Art der Schriftgestaltung

Die Schriftart stellt eine Hommage an amerikanische Schriftenklassiker dar. »Pulpo ist eine gut lesbare Clarendon mit dem Skelett der Century Schoolbook.«, sagt der Kölner Type-Designer über seine neue Schriftfamilie. Die Buchstaben sollen vertraute Erinnerungen wecken und zudem ein wenig nostalgisch wirken – wie aus der »guten alten Zeit« eben.

Im Gegensatz zu den amerikanischen Vorbildern, eignet sich die Pulpo durch die moderne Ausrichtung und Gestaltung auch für ausgiebige Lesetexte. Längere Ober- und Unterlängen geben Texten Luft zum Atmen und sorgen für eine bessere Lesbarkeit in kleineren Fließtextgrößen.

Pulpo Schrift Beispiele

Der handgemachte Charakter zieht sich durch alle 10 Schnitte – von Light bis Black, einschließlich der kursiven Varianten. Jeder Font enthält 489 Glyphen, Versal- und Mediäval-Ziffern für Fließtext und Tabellensatz sowie mathematische Zeichen sowie gängige Währungszeichen. »Pulpo« bietet zudem eine umfangreiche Sprachunterstützung für west-, ost- und mitteleuropäischen Sprachen.

Pulpo Font Samples

Entstehungsprozess der Schrift „Pulpo“

2017 entschied sich der Type-Designer Felix Braden, einen ganzen Satz Glyphen für einen manuellen Druckvorgang zu schneiden, der später als digitalisierte Schrift namens »Kontiki« auf MyFonts und als »Pulpo Rust« bei Adobe veröffentlicht wurde.

Als Basis suchte er eine starke Schrift nach dem historischen Clarendon-Muster, die er schließlich selbst auf der Grundlage einer seiner Lieblingsschriftarten (Century Schoolbook) zeichnete. Die Skizzen dieser Clarendon gefielen ihm dann so gut, dass er sich dazu entschied, die Zahl der Schnitte auszubauen, kursive Schnitte zu gestalten und als eigenständige Familie mit dem Namen »Pulpo« herauszubringen.

Entstehung der Schrift Pulpo

Um die aufrechten Schnitte von »Pulpo« zu gestalten, zeichnete Felix Braden über das Skelett der Century Schoolbook und entwarf eine Clarendon, indem er den Kontrast reduzierte und typische Elemente wie lange Aufschwünge und waagerechte Abschlüsse hinzufügte.

Einige Buchstaben mussten komplett überarbeitet werden, da sich die Buchstabenform von der Clarendon-Tradition unterscheidet. Da die Schrift auch in längeren Texten gut lesbar sein sollte, wurden einige dekorative Elemente entfernt, die bei kleinen Textgrößen nicht gut funktionieren. Vor allem die weniger exzentrischen Zahlen unterscheiden sich von den historischen Clarendon-Beispielen.

Preise und Verfügbarkeit

Mehr über die Fonts erfährt man auf der Pulpo-Microsite. Zur Einführung der Schriften gibt es aktuell auf MyFonts.com eine zeitlich begrenzte Aktion. Alle Fonts sind im ersten Monat mit einem Einstiegs-Rabatt von 80% erhältlich. Die kompletten 10 Schnitte gibt es für 40,20 Euro (regulärer Preis: 200,99 Euro).

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