Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

bis 22.02.2027

Die Ausstellung „Gestalten für Berlin“ im Werkbundarchiv – Museum der Dinge widmet sich der Ausbildung von Gestalterinnen und Gestaltern und ihrer Bedeutung für die Stadtentwicklung. Anlass ist das 80-jährige Jubiläum der weißensee kunsthochschule berlin, die 1946 im Berliner Nordosten gegründet wurde.

Im Zentrum stehen historische und aktuelle Arbeiten aus den Bereichen Formgestaltung und Grafikdesign, die Einblicke in Lehre, Entwurf und Praxis geben. Die Präsentation zeigt, wie eng gestalterische Ausbildung und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verknüpft sind – von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

Die Hochschule Weißensee verstand sich von Beginn an als Institution der angewandten Kunst, deren Fokus auf dem Alltag lag. Geprägt von Gestaltern der Moderne wie Herbert Hirche, Mart Stam und Selman Selmanagić entwickelte sich ein Lehrkonzept, das bis heute wirksam ist: gemeinsames Grundlagenstudium, Praxisnähe und interdisziplinäres Arbeiten.

Die Ausstellung beleuchtet zudem den Einfluss der Hochschule auf das Stadtbild Berlins. Projekte wie Plakate, Typografie, Mobilitätsdesign oder architektonische Elemente zeigen, wie Generationen von Studierenden und Absolventinnen und Absolventen den urbanen Alltag mitgestaltet haben.

Gleichzeitig stellt die Ausstellung Fragen an die Gegenwart: Welche Rolle spielt Designausbildung heute – insbesondere vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sowie struktureller Veränderungen im Kultur- und Bildungsbereich?

Kuratiert wird die Ausstellung von Silke Ihden-Rothkirch und Florentine Nadolni. Die Gestaltung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der weißensee kunsthochschule berlin.

Ausstellungszeitraum: 16. April 2026 – 22. Februar 2027

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