Altdeutsche Schrift – Kostenlose Fonts und Wissenswertes

Was umgangssprachlich als „altdeutsche Schrift“ bezeichnet wird, umfasst bei näherer Betrachtung doch so viel mehr. Welche Fonts sind damit eigentlich gemeint? Ein Blick in die Geschichte und die Gegenwart. Mit altdeutschen Schriften zum kostenlosen Downloaden!

Altdeutsche Schrift

Was ist die altdeutsche Schrift?

Altdeutsche Schrift in historischem BuchUm es mal gleich einmal vorweg zu nehmen: Eine „altdeutsche Schrift“ im wortwörtlichen Sinn gibt es überhaupt nicht. Vielmehr handelt es sich um einen häufig verwendeten Sammelbegriff für Schriftarten. Mit „altdeutschen Schriften“ sind meistens Schriftarten gemeint, die nach heutiger Meinung entweder alt, antik oder historisch wirken bzw. sichtlich aus einer anderen Zeit stammen. Verwunderlich ist das nicht, denn viele dieser Schriftarten sind in der Tat vor vielen Jahrhunderten sehr verbreitet gewesen.

Genauer betrachtet trifft die Bezeichnung „altdeutsche Schrift“ lediglich auf die Schwabacher Schrift und vielleicht noch auf die Frakturschrift zu. Diese Schriftarten haben Überlieferungen nach ihre Entstehung in Deutschland oder können zumindest eine (für damalige Verhältnisse) hohe Verbreitung vorweisen.

Somit gibt es also genug Gründe, sich einmal einen kleinen Überblick zu verschaffen. Die nachfolgende Klassifikation der „altdeutschen Schrift“ erklärt, was es sonst noch für Unterschiede bei diesen historischen Schriftarten gibt.

Schriftklassifikation der „altdeutschen Schrift“

Interessanterweise gehen viele der als „altdeutsch“ eingestuften Schriftarten auf eine Zeit zurück, in der es noch überhaupt keinen Buchdruck gab. Das war also noch weit vor Gutenbergs wegweisender Erfindung.

Die sogenannten altdeutschen Schriften werden zudem häufig auch als „gebrochene Schriften“ bezeichnet. Weshalb man diese ausgerechnet „gebrochene Schriften“ nennt? Gebrochen deshalb, weil sie aus einzelnen Strichen und nicht aus zusammenhängenden Linien bestehen. Damals wurden die Schriften nämlich größtenteils mit der Rohrfeder geschrieben. Die Entstehung der gebrochenen Schriften rechnet man dem 12. Jahrhundert zu.

Spätestens mit der Einführung des Bleisatzes fand auch eine Einteilung der Schriftarten statt. Die gebrochenen Schriften lassen sich daher folgenden Schriftgruppen bzw. Schriftuntergruppen zuordnen:

Schriftklassifikation der altdeutschen Schrift

Textura (gotische Fraktur)

Bereits im 11. Jahrhundert setzte beim Schreiben eine sogenannte „Gotisierung“ ein, die eine völlig neue Ästhetik im Schriftbild mit sich brachte. Die Textura ist eine der prominentesten Vertreterinnen der gotischen Schriften. Vor allem im 12. und 13. Jahrhundert formte sich der „gotische Stil“ aus. Beispielsweise kam die Textura in lateinischen Ausgaben der Gutenberg-Bibeln zum Einsatz.

Eine große Verbreitung fand die Textura noch bis ins 14. und 15. Jahrhundert. Danach wurde sie nach und nach von anderen Schriftarten verdrängt.

Der Name „Textura“ (lateinisch für „Gewebe“) zielt übrigens auf das texturartige und verwobene Schriftbild ab. Auffälliges Merkmal dieser kalligrafischen Buchschrift der Gotik sind die „gebrochenen Rundungen“. Außerdem lassen sich häufig filigrane Haarstriche ausmachen. Diese sind zumeist durch den Federkiel entstanden. Sofort ins Auge springen auch die Bogenverbindungen.

Einen Font im gotischen Stil, der Merkmale der Textura aufweist, gibt es beispielsweise hier kostenlos zum Downloaden.

Rotunda (rundgotische Fraktur)

Es wird rund! „Rotunda“ ist lateinisch und bedeutet „Die runde Schrift“. Die mittelalterliche „Rotunda“ hatte ihre Anfänge vorwiegend in Italien im 14. Jahrhundert. Merkmale dieser „rundgotischen Schrift“ sind vor allem die nahezu kreisförmigen Rundungen, die besonders in den Großbuchstaben zu erkennen sind. Auch eine gewisse Gleichmäßigkeit im Schriftbild ist charakteristisch für die „Rotunda“. Die Schrift wird daher oft als harmonisch wahrgenommen – eben rund.

Eine rundgotische Schriftart zum Downloaden gesucht? Den Font Rotunda Pommerania gibt es weiter unten kostenlos zum Herunterladen.

Schwabacher (spätgotische Fraktur)

Die Schwabacher Schrift (spätgotische Fraktur) entstand ca. im 15. Jahrhundert. Sie ist im Gegensatz zur gotischen Textura offener und läuft etwas breiter. Vom späten 15. Jahrhundert bis Mitte des 16. Jahrhunderts galt die Schwabacher Schrift als die gebräuchlichste altdeutsche Schrift.

Kommt die Schwabacher Schrift denn wirklich aus Schwabach in Franken? Darüber sind sich die Experten nicht ganz einig. Fakt ist jedoch, dass zur Entstehungszeit der Schwabacher Schrift keine Druckerei im Ort Schwabach existierte. Vermutlich ist der Name vom „Konvent zu Schwabach“ und den damals beschlossenen „Schwabacher Artikeln“ zurückzuführen.

In Deutschland hatte die Schwabacher Schrift vor allem durch die Ausgaben und Nachdrucke der Luther-Bibel eine hohe Verbreitung und somit einen entsprechenden Stellenwert erlangt.

Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde die Schwabacher Schrift jedoch mehr und mehr durch die Fraktur ersetzt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein fand sie jedoch noch häufig Verwendung, um beispielsweise bestimmte Stellen im Text auszuzeichnen. Umgangssprachlich ist das auch als „schwabachern“ bekannt gewesen.

Kostenlose Schwabacher Schriften findet man hier zum Downloaden.

Fraktur

Frakturschriften

Die Frakturschriften waren Anfang des 16. Jahrhunderts bis ca. Anfang des 20. Jahrhunderts die meistgenutzte Schrift für den Druck in Deutschland. Sie kann als eine Art Weiterentwicklung der Textura angesehen werden.

Der Begriff „Fraktur“ leitet sich vom lateinischen „fractura“ ab und bedeutet „Bruch“. Hauptmerkmale der Frakturschrift sind rautenförmig gebrochene Teilstriche. Die Großbuchstaben der Frakturschrift weisen zudem häufig Aufschwünge auf, die auch als „Elefantenrüssel“ bekannt sind.

Im Laufe der Zeit hat sich die Fraktur stets dem Zeitgeist angepasst. Einige der wichtigsten Untergruppen und Vertreter sind

  • Renaissance-Fraktur
  • Theuerdank-Fraktur
  • Barock-Fraktur
  • Unger-Fraktur
  • Walbaum-Fraktur

Die Fraktur ist zudem noch bis heute in Tageszeitungen, auf alkoholischen Getränken wie Biere oder Liköre, bei traditionellen Handwerksbetrieben oder beispielsweise in Form von typografischen Tattoos im Einsatz. Oft wird Fraktur verwendet, um konservative Werte zu kommunizieren. Junge und moderne Unternehmen setzen die Frakturschrift jedoch auch gerne mal augenzwinkernd ein und spielen mit den doch eher traditionellen Erscheinungsbild der Schriftart.

Frakturschrift im Logo-Design
Frakturschrift im Logo-Design: Beispiele aus dem Buch » Logodesign: Das umfassende Praxisbuch, erschienen im Verlag Rheinwerk (ISBN: 9783836261814).

Eine Reihe von Fraktur-Schriftarten zum Downloaden findet man hier auf der Seite.

Bastarda

Bastardschriften sind die Kreuzungen unter den Schriften. In der „Bastarda“ finden sich charakteristische Eigenschaften der Textura in Kombination mit der Kursivität einer Geschäftsschrift. Die sogenannten „Hybridschriften“ zählen somit also ebenfalls zu den gebrochenen Schriften.

Sie wurde im 14. Jahrhundert als Kanzleischrift entwickelt und erfuhr im 15. Jahrhundert größere Beliebtheit im gesamten Schriftwesen. Aus der Kanzleibastarda entwickelt sich im frühen 16. Jahrhundert schließlich die deutsche Kurrentschrift.

Einige Bastardschriften findet man hier zum Downloaden.

Und somit kommen wir direkt zu den altdeutschen Schreibschriften:

Altdeutsche Schreibschriften

Altdeutsche Schreibschriften

Neben den frakturierten Schriften, entwickelten sich im Laufe der Zeit auch Handschriften und Schreibschriften, die (für damalige Verhältnisse versteht sich) ein flüssiges Schreiben ermöglichen sollten. Man beachte: es wurde zu dieser Zeit weiterhin mit der Feder geschrieben.

Die wichtigste altdeutsche Schreibschrift ist die sogenannte deutsche Kurrentschrift. Sie wurde bis ca. Mitte des 20. Jahrhunderts verwendet. Der Begriff stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet „Laufen“. Die deutsche Kanzleischrift war zudem für das amtliche Schriftwesen und behördliche Dokumente vorgesehen ‐ also eher eine Schrift für den geschäftlichen Bereich.

Wenn von „altdeutscher Schreibschrift“ die Rede ist, meint man jedoch oft eine ganz andere Schrift. Im Jahr 1911 entwickelte Ludwig Sütterlin aus der deutschen Kurrentschrift die nach ihm benannte Sütterlinschrift. Auftraggeber war das preußische Kultur- und Schulministerium. Infolgedessen galt die „Sütterlin“ als Ausgangsschrift. Zudem diente die Schrift noch bis in die 1940er Jahre in Schulen zum Erlernen der Schreibschrift. Wenn von „altdeutscher Schrift“ die Rede ist, ist somit ganz häufig die Sütterlinschrift gemeint.

Sütterlin
Das Bild zeigt die Buchstaben der Sütterlin. Die Schrift wurde 1911 von Ludwig Sütterlin entwickelt.

Heutzutage wird in Schulen die sogenannte vereinfachte Ausgangsschrift (oder auch „lateinische Ausgangsschrift“ bzw. „Schulausgangsschrift“) gelehrt. Verwendet wird dabei das lateinische Alphabet. Die Schüler können daraus mit der Zeit ihre eigene, individuelle Handschrift entwickeln.

Altdeutsche Schriften zum Downloaden

Es gibt mittlerweile viele Fonts, die in den Stilen der alten Schriften gehalten sind. Dank Opentype-Funktionen lassen sich heutzutage Ligaturen, Sonderzeichen und Co. beim Schreiben verwenden. So kommt man den historischen Vorbildern doch schon sehr nah. Jedenfalls findet sich nachfolgend eine typische Auswahl an „altdeutschen Schriften“ in der Übersicht:

Textura (gotische Fraktur)

Eine Schrift mit einem texturartigen und verwobenen Schriftbild. Auffällig bei der gotischen Textura sind ferner die gebrochenen Rundungen.

Typographer Gotisch

Altdeutsche Schrift Typographer Gotisch

Die Schrift „Typographer Gotisch“ von Dieter Steffmann entstand im Jahr 2002. Der gelernte Schriftsetzer hat sichtlich viel Mühe in die Ausarbeitung der verschiedenen Schnitte gelegt. Der Font enthält die typischen Merkmaler einer gotischen Textura. „Typographer Gotisch“ gibt es kostenlos zum Downloaden. Die Schriftart darf zudem gem. der Lizenz auch kommerziell verwendet werden.

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Gotische Missalschrift

Altdeutsche Schrift Gotische Missalschrift

Eine Schrift aus dem in 3. Auflage erschienenen „Deutschen Schreib-Büchlein“ von von F. H. Ehmcke (1941). Die „Gotische Missalschrift“ ist eine gerundete, gotische Schrift, die mit breiter Feder geschrieben wurde. Die Großbuchstaben fanden seinerzeit häufig zum Auszeichnen des Satzanfanges Verwendung. Die Digitalierung der nachfolgenden Schrift erfolgte durch Peter Wiegel.

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Gotisch Weiss

Altdeutsche Schrift Gotisch Weiss

Die „Gotisch Weiss“ beruht auf einem Entwurf von Emil Rudolf Weiß aus dem Jahr 1936. Sie ist eine gotische Schrift, die eine Betonung auf das typische und geschlossene Gitterwerk legt. Für seine Digitalisierung hat Peter Wiegel die Antiqua-Versalien und die alternativen Formen in zwei Schriftdateien abgelegt. Über die Kursiv-Funktion lassen sich zusätzliche Zeichen abrufen.

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Rotunda (rundgotische Fraktur)

Die nahezu kreisförmigen Rundungen machen die „Rotunda“ aus. Diese werden besonders in den Großbuchstaben erkennbar. Sie sorgen zudem für das gleichmäßige Schriftbild der „Rotunda“.

Weiss Rundgotisch

Altdeutsche Schrift Weiss Rundgotisch

Die Schriftart „Weiss Rundgotisch“ basiert auf einem Entwurf von Rudolf Weiss, einem der großen deutschen Schriftgestalter des 20. Jahrhunderts. Die rundgotische Frakturschrift wurde von Dieter Steffmann für die Bauersche Gießerei (Frankfurt am Main, Deutschland) digitalisiert. Der Font darf gem. der Lizenz kostenfrei verwendet werden.

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Rotunda Pommerania

Altdeutsche Schrift Rotunda Pommerania

Die „Rotunda Pommerania“ weist die typischen Merkmale einer rundgotischen Frakturschrift auf. Zudem wirken die Groß- und Kleinbuchstaben der „Rotunda“ wie aus einem Guss.

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Schwabacher (spätgotische Fraktur)

Die offener und breiter laufende Schwabacher Schrift galt in der Geschichte als eine der am häufigsten verwendeten deutschen Schriften. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Schwabacher Schrift ist die Schrift der Luther-Bibel. Hier kommen einige digitale Versionen der spätgotischen Fraktur zum Downloaden:

Alte Schwabacher

Altdeutsche Schrift Alte Schwabacher

Die Schriftart „Alte Schwabacher“ ist von Dieter Steffmann bereit für die digitale Zeit gemacht worden. 5 Schnitte der spätgotischen Fraktur gibt es zum Downloaden. Gemäß der Lizenz, ist eine Verwendung für private und kommerzielle Zwecke gleichermaßen möglich.

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My Electronic Schwabach

Altdeutsche Schrift My Electronic Schwabach

„My Electronic Schwabach“ ist die Interpretation einer Schwabacher Schrift von Manfred Klein. Der deutsche Typograf präsentiert mit dem Font eine klassische Version der spätgotischen Fraktur. Der Font wird kostenlos im TTF-Format zum Download bereitgestellt.

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Ehmcke Schwabacher

Altdeutsche Schrift Ehmcke Schwabacher

„Ehmcke Schwabacher“ ist eine weitere Schrift, die im „Deutschen Schreib-Büchlein“ erschienen ist. Die von Peter Wiegel gestaltete Variante weist die typischen Charakteristiken einer Schwabacher Schrift auf. Der Font kann kostenlos im TTF-Format heruntergeladen werden.

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Frakturschriften

Nach der Schwabacher Schrift kam die Frakturschrift. Besonderes Merkmal der Fraktur sind rautenförmig gebrochene Teilstriche. Die Aufschwünge der Schrift nennt man auch „Elefantenrüssel“. Hier einige Frakturschriften, die kostenlos zum Downloaden angeboten werden:

Kabinett Fraktur

Altdeutsche Schrift Kabinett Fraktur

Mit der „Kabinett Fraktur“ gibt es eine Neuinterpretation der von Johann Friedrich Unger geschnittenen Unger-Fraktur aus dem Jahr 1794. Die Schriftgießerei J. Klinkhardt brachte die Unger-Fraktur als Kabinett-Fraktur 1938 und 1939 auf den Markt. Diese digitale Version von Peter Wiegel gibt es kostenlos zum Downloaden.

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Breitkopf Fraktur

Altdeutsche Schrift Breitkopf Fraktur

Johann Gottlob Immanuel Breitkopf war ein deutscher Verleger und Typograf. Die Schrift „Breitkopf Fraktur“ erinnert an sein Werk und weist die typischen Merkmale einer Frakturschrift auf. Die Schriftart gibt es kostenlos zum Herunterladen. Die entsprechende Lizenz (kommerzielle Nutzung möglich) kann online eingesehen werden.

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Theuerdank Fraktur

Altdeutsche Schrift Theuerdank Fraktur

Eine Hommage an die frühe Zeit des Buchdrucks. Der Versroman „Theuerdank“ wurde von Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegeben und im Jahr 1517 fertiggestellt. Die Schrift „Theuerdank Fraktur“ erinnert daran. Der bei 1001Fonts bereitgestellte Font kann gem. der Lizenz privat und kommerziell genutzt werden.

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Bastardschriften

Die „Hybridschriften“ zählen zu den gebrochenen Schriftarten und stellen, wie der Name schon andeutet, eine Kreuzung dar. Enthalten sind Eigenschaften der Textura sowie charakteristische Mermkale der Geschäftsschriften.

Gotica Bastard

Altdeutsche Schrift Gotica Bastard

Die „Gotica Bastard“ mischt Elemente der gotischen Fraktur. Die Bastard-Schrift ist von Manfred Klein gestaltet. Der Download des Fonts wird kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Bastarda K

Altdeutsche Schrift Bastarda K

Die Interpretation von Manfred Klein zeigt sich von ihrer wilden Seite. In Ergänzung zum normalen Font gibt es außerdem noch eine Button-Variante. „Bastarda K“ steht kostenlos zum Downloaden bereit.

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Altdeutsche Schreibschriften

Wer kann heute noch in Kurrentschrift oder Sütterlin schreiben? Vermutlich nicht viele. Diese Fonts hier machen es jedoch möglich. Die altdeutschen Schreibschriften gibt es als Zeichensätze zum Downloaden. Hier einige kostenlose Fonts:

Sütterlin 4

Sütterlin 4

Die deutsche Schreibschrift Sütterlin wurde nach dem Berliner Grafiker Ludwig Sütterlin (1865-1917) benannt. Von Pelikan gibt es eine kostenlose Sütterlinschrift zum Downloaden. Die Variante enthält zudem eine linierte Version, ähnlich wie sie in Schreibübungsblättern vorkommt. Außerdem lässt sich eine unlinierte Version bei Will Software erwerben.

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Wiegel Kurrent

Wiegel Kurrent

Mit „Wiegel Kurrent“ stellt Peter Wiegel seine Interpretation einer typisch deutschen Kurrentschrift vor. Die Schrift wirkt jedenfalls wie von Hand mit Feder geschrieben. Der Download von „Wiegel Kurrent“ ist zudem kostenlos.

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Greifswaler Deutsche Schrift

Greifswaler Deutsche Schrift

Die „Greifswaler Deutsche Schrift“ ist eine Schriftart, die sich an der Offenbacher bzw. Koch-Kurrent von Rudolf Koch orientiert. Diese Interpretation von Peter Wiegel gibt es gratis zum Downloaden. Die Nutzung ist zudem im Rahmen der SIL Open Font License, Version 1.1 kostenlos.

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Blackletter Fonts: Moderne Frakturschriften

Fraktur geht auch auf modern: Kreative weltweit nutzen die typischen Merkmale gotischer Schriften, um etwas Neues zu gestalten. Häufig weisen diese Fonts dann eher kalligrafische Züge auf oder betonen den Mittelalter-Look, um plakativ für Aufsehen zu sorgen. Hier kommen einige aktuelle Beispiele mit moderner Blackletter-Typografie:

Cattedrale – Gothic Blackletter

Cattedrale Gothic Blackletter

Die Entwickler von Cattedrale bezeichnen ihre Schriftfamilie als „Gothic Blackletter“. Enthalten sind vier Schnitte. Außerdem gibt es eine Reihe von Ornamenten, mit denen sich Tätowierungen, Etiketten, Verpackungen, Branding und Co. im modernen, aber dennoch gotischen Stil umsetzen lassen. Die entsprechende Projektseite zeigt einige Anwendungsbeispiele.

mehr Infos

Osgard Pro

Osgard Pro

Kraftvoll und luxuriös gibt sich die Osgard Pro. Vor allem die 1.000 Verzierungen, Ornamente und Sonderzeichen sorgen dafür, dass die Schriftart trotz ihrer Härte auch eine gewisse Eleganz versprüht. Somit eignet sich diese im gotischen Stil gehaltene Fraktur beispielsweise auch für den Modebereich. Die von Anthony James gestaltete Schrift ist direkt über die Website des Typedesigners erhältlich.

Osgard Pro

DreiFraktur – Modern Blackletter Typeface

DreiFraktur Modern Blackletter Typeface

Jay Cobs hat während den Arbeiten an einem Retro-Spiel mehrere gotisch inspirierte Schriften entwickelt. Da der Kreative mit der Zeit Gefallen an dieser Art von Fonts gefunden hat, ist jetzt DreiFraktur erschienen. Die Schriftart beruht auf einem isometrischen Gitter. Jedes der Zeichen besteht aus mehreren Dreiecken. Auf diese Weise ist moderne Blackletter-Schrift erschienen, die zudem noch kostenlos heruntergeladen werden kann:

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Origen

Origen

Die Schriftart Origen wurde vom tdc mit einer Auszeichnung bedacht. Vor allem die dekorativen Großbuchstaben entfalten ein ganz spezielles Flair. Gestaltet wurde Origen von Alex Camacho. Auf der Website des Kreativen lässt sich der Font im Opentype-Format erwerben.

Origen

Castillo – Modern Blackletter Typeface

Castillo - Modern Blackletter Typeface

Eine moderne Blackletter-Schrift hat Don Marciano gestaltet. Der Font enthält 216 Zeichen. Nach dem Prinzip „Pay-What-You-Want“ lässt sich Castillo wahlweise kostenlos bzw. für einen Betrag nach Wunsch herunterladen.

Castillo
 

Generatoren für altdeutsche Schrift

Wer nicht selber in die Tasten hauen möchte, kann stattdessen auch Generatoren für altdeutsche Schrift bemühen. Mittlerweile gibt es einige Tools, die einem die Arbeit etwas abnehmen können. Hier kommen einige Generatoren:

Schrift-Generator für deutsche Hand- und Frakturschriften

Michael Nülken ist Sachverständiger für alte deutsche Handschriften. Mit dem „Schrift-Generator für deutsche Hand- und Frakturschriften“ stellt der passionierte Magdeburger eine Möglichkeit dar, selbst in altdeutscher Schrift zu schreiben. Der Generator bietet außerdem verschiedene Fonts zur Auswahl an.

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Altdeutsche Schrift Generator

Der „Altdeutsche Schrift Generator“ wandelt Texte in altdeutsche Schrift um. In diesem Falle handelt es übrigens sich um eine waschechte Fraktur. Das Tool kann darüber hinaus kostenlos genutzt werden. Außerdem findet man auf der Seite Groß- und Kleinbuchstaben zum Kopieren und Einfügen.

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Altdeutsche-Schriftgenerator Frakturschrift

Mit dem recht einfach gehaltenen „Altdeutsche-Schriftgenerator“ kann man einen Text mit einer Frakturschrift in „Altdeutsch“ schreiben. Dazu einfach einen Text in den Generator eintragen und anschließend macht dieser daraus eine Frakturschrift.

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Über die Verwendung von „altdeutschen Schriften“

„Altdeutsche Schriftarten“ verlangen einen besonders achtsamen und verantwortungsvollen Umgang. Allzu schnell können beispielsweise Frakturschriften an altes Propaganda-Material aus dunklen Zeiten erinnern – und das möchte man doch wirklich nicht erreichen.

Ein sensibler Umgang mit den über viele Jahrhunderte bestehenden Schriften ist folglich angebracht. Ansonsten lassen sich womöglich ungewollte Assoziationen wecken.

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